Anton Laux - Europameister im 2 spännigen Holzrücken 2014

Am 20.6. und 21.6.2014 fand in St. Bonnet de Joux ( Frankreich ) die europäische Meisterschaft der Pferderücker statt.

Bericht aus der Schwäbischen Zeitung:

Mit seinen Zweispännerpferden, dem zwölfjährigen Ardenner Ignaz und der bereits 18-jährigen Susi hat sich der Gutenzeller Fuhrmann Anton Laux zum zweiten Mal den Zweispänner-Europameistertitel im Holzrücken in St. Bonnet de Joux (Burgund) erkämpft. „Eigentlich habe ich gar nicht damit gerechnet, im Stechen der besten vier Teilnehmer dabei zu sein. Er habe Susi und Ignaz bereits in den Stall gebracht, als der französische Dolmetscher ihn fragte: „Wo sind deine beiden Pferde. Du bist als Zweitbester im Stechen“. Am Ende siegte Anton Laux mit der schnellsten Zeit und den meisten Punkten.

 

Kaum vergleichbar mit deutschen Geschicklichkeitswettbewerben seien die Bedingungen in Burgund gewesen, betont Anton Laux, einer der Fahrer des sechsspannigen Handelswagens auf dem Schützenfest und Lenker des Mmeminger Fischerköniggespanns, den in Gutenzell alle nur „Toni“ nennen. Im Rahmen der großen Euroforet-Waldmesse fand der Europameisterwettbewerb statt, dessen schwierigen Parcours er mit zehn Kollegen aus Frankreich und Belgien zu meistern hatte, an einer schwierige Hanglage.

 

Finanziell zahlt sich der Europameistertitel nicht groß aus – neben Siegerpokal gibt es Sachpreise und Fahrkostenentschädigung – viel wichtiger ist es Anton Laux jedoch, dass er der Fachwelt beweisen konnte, dass der Erfolg vor vier Jahren keine Eintagsfliege war. „Zudem steht mein Erfolg europaweit groß in der Fachpresse steht und dies ist die beste Werbunf fürs Holzrücken“. Hinzu kam, dass er auch bei den Einspännern in Burgund bester Deutscher war, Unter 27. Startern landete mit Susi auf Rang 8.

 

Mit seinem ersten Lauf war er nicht ganz zufrieden, doch bei der Qualifizierung fürs Stechen zeigte sich Anton Laux mit seinem erprobten beiden Tieren dann auf den Punkt topfit. Etwas Bammel hatte er, so gesteht Anton Laux am Stall in Dissenhausen ein, als die vier Fuhrleute an einer Aufgabe nicht wie gewohnt ihre Stimme einsetzen durften, sondern das Duett lautlos mit Leine dirigieren mussten. Nur zwei haben es geschafft, darunter selbstverständlich der Gutenzeller Fuhrmann Anton Laux. „Das hat richtig Punkte gegeben“.

 

Bis an die Leistungsgrenze

 

Auch wenn das Holzrücken in den letzten Jahren von Maschinen immer mehr zurückgedrängt wurde, bei den Wettbewerben zeigte sich, dass die Zugmaschinen auf vier Hufen mit den besten Fuhrmännern eine enge Einheit bilden müssen, Teamarbeit gefragt ist. Die besten Fuhrleute können so mit ihren bestens trainierten Tieren bis an die Leistungsgrenze gehen. „Viel Feingefühl und höchste Konzentration bei den Aufgaben führen laut Anton Laux zum Erfolg.